Mensch sein – so einfach und doch so schwierig


Persönliche Werte und Ziele
stehen mir manchmal im Weg

Die Welt ist anders geworden. Vielleicht nehme ich sie  auch nur anders war.
Auf jeden Fall habe ich aber immer häufiger das Gefühl oder besser die Wahrnehmung, dass Lügen die Wahrheiten überdecken bzw. verdrängen.
Aber das soll hier und jetzt nicht das Thema sein, auch wenn es mir wichtig erscheint.
Heute möchte ich ein wenig über meine ganz persönlichen Werte und Ziele plaudern und auch dem Wandel, die diese durchmachen und auch unterliegen.

Der Tod sagt Hallo

In den letzten 6, ja fast schon sieben Jahren, bin ich dem Tod zweimal ziemlich heftig von der Schippe gesprungen.
Einmal war es mir egal, ob ich lebe oder sterbe. Aber wie ja eindeutig bekannt, hat „man“ mich nicht sterben lassen. Manchmal taugen Freunde doch zu etwas.
Das war die Zeit mit meinem „Kumpel“ Alkohol und der absehbare absolute Absturz und das ist ein Thema für sich. Da hätte mir der Gevatter in der Hölle fast die Hand geschüttelt.

Aber beim zweiten mal, da war es anders.
Da bin ich nicht aus einer Narkose zurück gekommen. Eine OP im Baubereich, die ich schon mehrfach hatte und die diesmal fast in die Bücks ging.

Da holte mich jemand zurück ins Leben. Frag mich bitte nicht was oder wer es war – ich weiß es nicht. Ich kann es nur meiner Überzeugung, meinem Glauben an bestimmte Dinge, zuschreiben bzw. damit erklären.
Eine Hand wurde mir gereicht und bat mich darum, mitzukommen. Ich tat es. Ich wollte leben, unbedingt.
Warum? Weil das Leben doch grundsätzlich schön ist.
Es ist verdammt kurz und auch wieder sehr lang. Die Zeit eines menschlichen Lebens lässt sich nicht klar definieren. Warum auch, wir haben es nicht in der Hand. Die einen früher, die anderen später. Manchmal selbstbestimmt, manchmal durch fremde Hand und manchmal einfach durch die abgelaufene Lebensuhr.

Eine Hand wurde mir gereicht und ich kehrte zurück in mein Leben, dass sich dann anders entwickeln sollte, wie ich es mir eigentlich nach dem *BeinaheTodErlebnis*, vorgenommen hatte.

Zeitdiebe sind eine Plage

Das war 2012.
20 lange Tage.
Eine Unendlichkeit im Reich der Träume, in einer anderen Welt – oder wie auch immer, ich weiß es nicht und werde es wohl auch nie für mich klären können.Ich weiß auch nicht, ob es wichtig ist oder nicht.

(Oooh …. jetzt muss ich natürlich auch schmunzel. Natürlich weiß ich wo ich war. Auch der geneigte Leser weiß es natürlich. In einem Krankenhausbett!)

Es ist ungeklärt und manchmal holen mich (Alp-)träume ein, besuchen mich in der Nacht und manchmal auch am Tag.
Wie? Am Tag, fragst du dich jetzt natürlich?Ja, obwohl ich nicht schlafe am Tag (nur manchmal eine kurze Mittagsruhe, die meine ich aber nicht), passieren um mich herum sehr merkwürdige Dinge. Unerklärliche Dinge, die mir eine „Gänsehaut“ verursachen.
Meine Zeit ist weg (Zeitdiebe – du erinnerst dich?) und ich weiß nicht was geschehen ist. Manchmal nur Minuten. Manchmal aber auch Stunden. Einfach weg … …

(Du brauchst jetzt aber nicht die Männer mit der weißen Jacke anrufen und zu mir nach Hause schicken. Mein Geisteszustand ist wieder in Ordnung. Wurde bereits untersucht.)

Nach diesem 20 Tage Ausflug in andere Gefilde, hatte sich für mich einiges verändert.
Mein Leben als solches nicht. Das nahm seinen Lauf und die Zeit verrann immer schneller, je mehr davon verging. Das sind eben meine Zeitdiebe, die mir ständig zu schaffen machen.
Nein, nicht das „normale Leben“, nicht der normalen Ablauf der Lebensdinge. Ich meine was anderes.

Sind Werte es noch wert, Werte zu sein?

Wie z. Bsp. meine Wertevorstellungen, meine Einstellung zum Leben als solches. Das war anders und doch hatte ich kaum Einfluss darauf. Es war und ist auch heute noch, ein ständiger Kampf um diese Werte. Immer öfter muss ich leider einige meiner Vorstellungen in Frage stellen und überprüfen. Also für mich selber.
Was taugen meine Werte noch? Sind sie es noch wert, Werte zu sein? Für die ich mich auch mal „grade“ machen kann?

Nur eines ist eine feste Konstante geblieben – I c h will L e b e n!

Und das so lange, wie es irgend geht. Auch wenn mein Leben in den letzten Jahren sich wie ein Drahtseilakt gestaltet hat, mit drei unterschiedlich starken „Herzattacken“ und einer weiteren OP im Bauchbereich – Ich will einfach nur Leben und eigentlich wollte ich es in aller Ruhe.

Ich wollte in Ruhe meinen Alltag verbringen. Ohne andere Menschen, die sich in mein Leben drängen oder sogar einmischen. Nur für mich, ohne Einmischung von Anderen und Einmischung von mir, in irgendwelchen Dingen, die um mich herum passieren. Keine Politik, keine gesellschaftlichen Grundsatz Fragen, keine Skatrunden, keinen Kaffeeklatsch oder was es sonst noch so alles gibt, wenn man nicht mehr arbeitet. Nichts von all dem.

Meine Alkohol Krankheit und meine Komazeiten wollte ich in diesem Blog aufarbeiten, mich mitteilen. Und natürlich meine kleine Leidenschaft der Verse schreiben, wollte ich so richtig austoben. Meinen Haufen von bereits geschriebenen Gedichten hervorkramen, überarbeiten und auf die Menschheit loslassen.
Wie so oft im Leben, ist einiges anders gekommen – oder ist es schon einiges mehr, wie einiges?

Mein Blog eine politische Plattform?

Manchmal glaube ich es. Einige Dinge haben meinen Lebensmittelpunkt, meinen Ablauf, übernommen und bestimmen über mich. Ob das nun gut ist oder eher nicht, kann ich so nicht behaupten. Gewisse Dinge lassen mir keine Ruhe und somit kann ich, einfach mal platt formuliert sagen, es ist gut so wie es ist.
Aber auf der anderen Seite ist es ja so, dass ich einiges, was ich mir vorgenommen hatte, vernachlässige oder sogar ganz aufgegeben habe (zu Zeit jedenfalls).

Dieser Blog, wie „man“ so schön sagt, „Mein Baby“ (fürchterlicher Ausdruck), hat sich seit einiger Zeit zunehmend zu einer politischen Plattform entwickelt.
Meine Gedichte, ja die schreibe ich noch, sogar immer öfters – aber eben mit politischen oder Gesellschaftskritischen Inhalt. Diese Dinge lassen sich sehr gut miteinander verbinden, sehr gut sogar.

Bleiben wir beim Thema. Das ich immer abschweifen muss 

Inzwischen ist es so, dass ich meinen Vorsatz mich nicht einzumischen, über Bord geschmissen habe – und das ist gut so.
Ich kann mich nur in dieser Form (also mit dem Schreiben) einmischen, alles andere würde meine körperlichen Möglichkeiten um Längen überfordern. Also tue ich es und würde sicherlich noch einiges mehr schreiben, wenn nicht immer mein Körper dieses Ruhe Bedürfnis hätte (Leider).

Projekt: Gegen Das Vergessen

Vor einiger Zeit, irgendwann am Anfang diesen Jahres, hat Sylvia Kling das Projekt „Gegen Das Vergessen“ initiiert.
Erst hatte ich so meine persönlichen Bedenken gegen dieses Projekt und darüber hatte ich auch einen Beitrag geschrieben. Inzwischen bin ich aber so was von begeistert und auch überzeugt von diesem Projekt, dass ich es auch mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln, verteidigen würde und werde.

Inzwischen gibt es auch eine Facebook Gruppe zum Thema, was ich persönlich als Bereicherung empfinde. Leider ist es zur Zeit etwas schwierig diese Gruppe auf dem richtigen Pfad zu führen bzw. auch die einzelnen Mitglieder dazu zu bringen, diesen Pfad nicht zu verlassen.
Und leider gibt es einige Mitglieder (eine Minderheit zwar, aber sie sind vorhanden), die diese Plattform für ihre eigenen „Gelüste“ missbrauchen. Nicht das dort rechtes Gedankengut verbreitet wird, nein das meine ich nicht. Aber es werden Themen gepostet, die man nur im weitesten Sinne, mit dem Grundthema verbinden kann. Ich will nicht behaupten, dass diese Themen nicht ihre Berechtigung haben und es gibt vieles was wir nicht vergessen sollten, aber in dieser Gruppe haben wir eine klare und in meinen Augen, eine eindeutige Vorgabe. Und daran sollte „man“ sich schon halten. Es ist gut (sehr gut sogar) gegen Rechts zu sein, es ist auch gut, gegen die „AfD“ zu sein, weiterhin ist es ebenso wichtig sich gegen Rassismus auszusprechen – aber, dafür gibt es schon zahlreiche andere Plattformen.
Mit anderen Worten bedeutet es, dass die Administratoren etwas tun müssen, nur was und wie, das sollten diese drei Personen intern einmal besprechen. Ansonsten wird diese Gruppe, mit diesem speziellen Thema, nicht mehr lange existieren.

Nicht dagegen – sondern dafür sein!

Abschließend, sozusagen als Fazit, möchte ich noch einiges zusammenfassend schreiben bzw. mitteilen.

  1. Ja, ich bin dafür, dass „man“ ab und an seine persönlichen Werte und auch Ziele überprüfen sollte. Es ist auch wichtig, diese ggf. zu ändern oder den Gegebenheiten anzupassen.
  2. Ja, ich bin dafür, dass „man“ sich einmischt in diesen Zeiten und zwar jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten. Schweigen und dann sich hinterher beklagen ist auf jeden Fall, nicht der richtige Weg. Einmischen, Meinung kundtun, an Demonstrationen teilnehmen, Geld- und Sachspenden tätigen und auch das aktive helfen ist sehr wichtig (trotz der vielen Anfeindungen, die es nach sich ziehen kann – keiner ist oder wird allein gelassen).
  3. Ja, ich bin dafür, dass „man“ manchmal seine eigenen Bedürfnisse hintenanstellen muss, um diese für später auch noch zu haben. Ohne Einmischung, können einige liebgewonnene Freiheiten und Errungenschaften, von der Bildfläche verschwinden – dann ist es zu spät, danach greifen zu wollen.
  4. Ja, ich bin für die Demokratie.
  5. Ja, ich bin für das Grundgesetz.
  6. Ja, ich bin für Freiheit, freie Meinungsäußerung und für die Freiheit, meinen Wünschen und Bedürfnissen nachzukommen und auch zu erfüllen, im Rahmen meiner Möglichkeiten.
  7. Ja, ich bin für Frieden überall auf der Welt.
  8. Ja, ich bin für eine Multikulturelle Gesellschaft.
  9. Ja, ich bin für Religions- und Glaubensfreiheit.
  10. Ja, ich bin für die Gesellschaftsform in der ich lebe, mit all ihren Schwächen und aber auch Vorteilen.

Es sind sicherlich noch einige Dinge mehr, die ich hinzufügen könnte – es soll ja nur aufzeigen, was ich meine, was ich zur Zeit fühle und für wichtig halte. Selbstverständlich hat jeder da andere Vorstellungen, aber das ist auch gut, sehr gut sogar, denn das ist es doch was uns Menschen ausmacht – diese unterschiedlichen Sichtweisen, Meinungen und Einstellungen. Es ist wichtig, dass es so ist. Was für eine schreckliche Vorstellung, wären wir alle gleich. Das mag sich zwar manches politisches System wünschen, weil der Mensch ja dann leichter zu kontrollieren und zu steuern ist. Aber das will ich ja nicht und du sicherlich auch nicht.

Ja zur Demokratie – Ja zur Freiheit – Ja zur Menschlichkeit – Ja zum Multikulturellen – Ja zum Einmischen

Ja zum Mensch sein!

Einen freundschaftlichen Gruß

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