Ich denke trotzdem an dich


Ich denke trotzdem an dich

Du hast mich nie gewollt
du hast mich nie geliebt

Du hast mich oft verletzt
hast mich auch geschlagen

Nie hast du mir Zärtlichkeit gegeben
ich habe keine Liebe gespürt

Nie hatte ich das Gefühl
ich gehöre zu dir und du zu mir

Nie warst du da
als ich dich brauchte

Nie habe ich deine Nähe gespürt
immer war ich allein mit mir

Keine Liebe in dir
hast sie nie gespürt

Warum
denke ich trotzdem an dich ?

Du brauchst mich nicht
ich brauch dich nicht

Warum
denke ich trotzdem an dich ?

• • • • •

Mutter,
nach all den Jahren
ohne dich,
denke ich oft an dich.

Mutter,
warum liebst du mich nicht ?

• • • • •

Epilog

Viel Zeit ist vergangen,
wir haben uns nie versöhnt.

Wir haben nie Worte gefunden,
uns auch später nie umarmt.

Jetzt ist es zu spät,
unsere Hände können sich nicht mehr berührn.

Du bist von dieser Welt gegangen,
vielleicht dorthin, wo du Liebe für dich kannst fühln.

Zeit ist vergangen,
auch dein Tod ist eine Weile her.

Wir sehen uns wieder,
dann können wir uns verzeihn.

Mutter . . .

Copyright © 1989/2015 & Urheber gem. § 7 UrhG, Ede-Peter (Ede) – Alle Rechte vorbehalten

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Ulrike
Gast

Das könnte von mir sein, so treffend hast Du das beschrieben, nur einen Unterschied gibt es. Ich bin mir nicht sicher ob ich verzeihen könnte oder überhaupt wollte.
Liebe Grüße
Ulrike

Herr R.
Gast
Herr R.

Guten Morgen Ulrike,
verzeihen ist ein sehr hohes Gut was man zu vergeben hat und wenn das verzeihen von Herzen kommt, sollte man dieses Gut (Geschenk) nicht leichtfertig vergeben.
Verzeihen heißt aber auch, dass man seinen eigenen inneren Frieden finden kann.
Verzeihen heißt aber nicht, dass damit alles vergessen ist.
Einen schönen Wochenstart wünsche ich dir,
vielen Dank für deinen Kommentar.
Ganz LG Ede

Hans
Gast
Hans

Verzeihen ist natürlich der Königsweg. Seinen Frieden zu machen, es als „abgeschlossen“ zu sehen, ist m.E. wichtig für unsere seelische und körperliche Gesundheit. Verbitterung, nachtragen, das bringt uns alles nicht weiter. Verbittert uns möglicherweise nur.
Eine gute neue Woche mit vielen positiven Momenten.
LG Hans

Herr R.
Gast
Herr R.

Hallo Hans,
ich war sehr lange verbittert über diesen Zustand, habe aber selber wenig dazu beigetragen, dass sich etwas ändert. Nun blieb mir nur noch der Weg des selber verzeihens im Einklang mit meiner Seele.
Ich danke dir für deine herzlichen Worte und gebe dir ohne Einschränkungen recht.Das Leben geht manchmal Wege, die wir eigentlich nicht gehen wollen – wir tun es trotzdem.
Auch ich wünsche dir eine wundervolle Woche mit vielen schönen Erlebnissen, vielen Dank Hans.
HG Ede

TanjasBunteWelt
Gast
TanjasBunteWelt

Hallo, hm, ich denke fast wie Ulrike, wobei mir Verzeihen nicht als Frieden gleichzusetzen ist, denn den habe ich jetzt so wie es ist auch schon. Ich habe verziehen, verstehe es nicht, aber kann es auch nicht ändern. Bestimmtes Verhalten von mir, ist sicher auf die fehlende Liebe meiner Mutter zurückzuführen, aber man lernt damit umzugehen und ich muss ehrlich sagen, das Leben ist mir zu kurz um von der Zeit etwas für diese Grübeleien herzugeben um mich nur danach schlecht zu fühlen und trotzdem nicht verstehe warum/weshalb/wieso. Ne, es gibt soooo viele Menschen die einen lieben, es zeigen und… Weiterlesen »

Herr R.
Gast
Herr R.

Nabend liebste Tanja, da haste recht, es gibt sicherlich einige die dich lieben und die sind dir sicherlich näher, als deine Mutter es jemals sein wird. Ich kann dich gut verstehen und wenn es für dich so gut ist, dann ist es auch gut so. Es gibt viele oder einige Dinge in unserem Leben, womit wir unsere Zeit verschwenden, da aber unsere Lebensspanne sehr klein ist, muss man schon genau wissen, womit oder mit was wir unsere kurze Zeit ausfüllen. Leider (oder vllt. auch besser so) kann ich meiner Mutter nicht mehr verzeihen, nur gedanklich oder wenn man so will,… Weiterlesen »

TanjasBunteWelt
Gast
TanjasBunteWelt

Du sagst es Ede ? Was man daraus macht und wie man damit umgeht, ist sehr wichtig und entscheidend, kann aber keiner jemandem abnehmen.

Herr R.
Gast
Herr R.

Guten Morgen Tanja,
da sind wir uns mal wieder einig 🙂
Einen wunderschönen Tag wünsche ich dir
HG Ede

Tanja
Gast

Hallo Ede, ich habe gerade mal ein bisschen bei dir gestöbert… Du schreibst ganz wundervoll, rührend, tiefgründig, traurig und doch so lebendig und nah. Danke für ein wenig Abwechslung. Dir alles Gute und bis bald. Tanja

Herr R.
Gast
Herr R.

Guten Morgen Tanja,
schön das du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Vielen Dank für die Blumen, freut mich riesig das dir meine Art zu schreiben gefällt. Mir fehlen (fast) die Worte …
Du hast es so schön und nett beschrieben, hat mich wirklich ein wenig nachdenklich gemacht, im positiven Sinne.
Auch ich wünsche dir alles Gute und weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog.
Einen schönen Tag
LG Ede

Tanja L.
Gast

Gerade das Gedicht gefunden. Ich finde es wirklich schade, dass du nie eine intakte Beziehung zu deiner mUtter hattest. Familie ist einfach das wichtigste im Leben!

Herr R.
Gast
Herr R.

… wem sagst du das liebe Tanja. Habe ich vielfach schmerzlich vermisst. Meine Familien Bande war nie sonderlich intensiv, obwohl ich heute wenigstens zu zwei Brüder wieder Kontakt habe.
Aber all das ist eine schmerzliche und dunkle Zeit, die lange vorbei ist. Zu meinen eigenen Kindern … ach was, das sind ganz andere Geschichten. Irgendwann werden auch diese erzählt.
Schlafende Hund sollte man nicht zu früh wecken. Manche Dinge brauchen eben ihre Zeit.

Sylvia Kling
Gast

Lieber Ede, auch von mir könnte – zumindest der Epilog – sein. Ich hatte erst vor vier Monaten das Thema sehr intensiv. Doch ich habe mich dazu entschieden, loszulassen. Es gibt einen Unterschied zwischen „vergeben“ und „vergessen“. Ich vergebe jetzt (wenn es auch ein Prozess ist). Ich vergesse nicht. Das Vergeben hat einen tiefen Sinn. Wer vergibt, der lässt eine gewisse Bitterkeit in sich los, der kann sich lösen, sich freimachen. Das ist für uns primär, denke ich. Immerhin geht es um uns, oder? Es ist unser Leben. Ich hatte auf meinem Blog einen Beitrag dazu veröffentlicht: https://sckling.wordpress.com/2016/01/28/philosophische-poesie-schuld/ Vielleicht ist… Weiterlesen »

Herr R.
Gast
Herr R.

Tut mir leid liebe Sylvia … ich habe heute nicht wirklich meine Gedanken beisammen. Ich habe deine Worte zwar gelesen, zum dritten mal und ich hätte fast geweint. Nicht nur wegen deiner Worte, auch wegen dem ganzen drum herum, meine Gedanken kreisen, ohne Sinn darin zu erkennen. Deine Worte und deine Zeilen von deinem Beitrag, haben dann doch eine Träne ins Auge gedrückt. Aber nicht du bist Schuld, nein, ganz im Gegenteil, es bedrückt mich, ja das loslassen fällt einfach schwer. An manchen Tagen ganz besonders. Alles ein wenig wirr, ich meine meine Antwort auf deinen Kommentar. Ich werde jetzt… Weiterlesen »

Sylvia Kling
Gast

Lieber Ede, ich verstehe Dich besser, als Du Dir vorstellen kannst. Bitte mach Dir keine Gedanken – alle Deine Worte haben einen Sinn für mich. Es ist auch überhaupt nicht wichtig, ob der Andere immer alles zu 100 Prozent verstehen kann (wenn wir diesen Anspruch hätten, so wären wir maßlos – das Thema hatten wir gerade auf meinem Blog …). Du bist Du und nur das zählt. Und dass Du trotzdem an SIE denkst, zeigt eines sehr deutlich: DU hast genügend Liebe in Dir. Ist das nicht schön? Ich finde, ja. 🙂 Alles ist gut :-). Manche Tage mehr, manche… Weiterlesen »

Herr R.
Gast
Herr R.

Ja, es ist schön, nur manchmal ist sie eben versteckt und hat es schwer in den Vordergrund zu rücken.
Vielen Dank für deine lieben Worte
Ebenfalls ganz herzliche Grüße
Ede