Facebook – Eine Abrechnung


Mein Leben ohne Facebook –
ist das für einen Blogger möglich
bzw. ratsam?

Um gleich die gestellte Frage einfach und in wenigen Worten zu beantworten:

Möglich ist es ohne Frage,
ratsam ist es nicht unbedingt – eher nicht!

Facebook – Nein Danke!

Ich habe es getan!
Endlich, nach mehreren Ankündigungen und Anläufen (und dann doch nicht getan) –

Ich habe meine Facebook Erlebniswelt, ein für allemal verlassen! 

Es wurde Zeit, aus vielen Gründen musste und wollte ich es tun und um auch das vorweg zu nehmen – ich habe es noch nicht bereut (oder doch?!?).
Um es einmal zu verdeutlichen, die Gründe im einzelnen:

Ich hatte einen privaten Account und eine sogenannte Fanseite (in Kooperation mit Anne-Marit Strandborg)

  • Beide Accounts haben viel von meiner begrenzten Zeitressource gefressen. Zu viel. Viel zu viel!
  • Der News Feed wurde von Bildchen Post überschwemmt, so das ein geteilter Post vom Blog, sofort im Nirvana verschwand.
  • Obwohl die Fanseite (die relativ neu war) um die 50 „Fans“ hatte, sind die Artikel bzw. die Postings kaum bis gar nicht gelikt worden, geschweige denn, kommentiert. Oder die „Königs-Disziplin“, das Teilen, hatte einen Seltenheitswert, den man im Kalender ohne Bedenken rot anstreichen konnte!
    Gepostet wurden auf der Fanseite viele Buchbeiträge, sprich Rezensionen, und Gedichte (und das nicht nur meine persönlichen). Auch Informationen aus der „Bücherwelt“ und Veranstaltung fanden ihren Platz.
    Aber das interessierte keine „Sau“.
    Niemand (kaum jemand) nahm Notiz von diesen Beiträgen. Obwohl es auch auf Facebook, unendlich viele Buchblogger gibt!
  • Auf keiner anderen Social Media Plattform ist der Futterneid so groß, wie auf Facebook.
    Eine Vernetzung mit den sogenannten „Facebook Freunden“ oder Buchbloggern, war (oder ist) ein hoffnungsloses Unterfangen. Dieses konnte/kann ich sehr gut nachvollziehen auf meinem Blog, mit den Rubriken „FriendshipBook“ und „Kooperationen & Vernetzungen“ – dort waren (sind) „nur“ meine „langjährigen“ Freunde und Leser vertreten. Und das sind sage und schreibe, grad mal 3 bzw. 4. Das muss man sich mal so richtig „auf der Zunge zergehen lassen“ – Unglaublich!
    Und das möchte ich auch noch einmal Anmerken:
    – Vernetzung ist keine einseitige Angelegenheit – das ist bei einigen (Vielen!?!) noch nicht wirklich angekommen.
    – Vernetzung ist kein – „ich nehme dir was weg!“ Auch das ist nur ein Gerücht und entbehrt jeglicher Grundlage.
    – Vernetzung bedeutet nicht zwingend, dass das selbe „Thema“ als Ausgangspunkt vorhanden sein muss, ist aber sicherlich leichter zu händeln. Als BuchbloggerIn kann man ohne Frage auch eine Kooperation (und Vernetzung) mit einem/r Lifestyle BloggerIn haben.
  • Die wenigsten Aufrufe und Reaktionen auf meinem Blog kamen über die Plattform Facebook (kann man ja sehr gut sehen anhand der Statistiken).
  • Im Handling ist Facebook das absolute Chaos für mich. Betrachtet man nur einmal den Benachrichtigungs Stream (diese Weltkugel – ich weiß nicht wie es richtigerweise heißt – ist aber auch egal, da sicherlich jeder weiß, was ich meine) – auch nach Tagen, werden einem immer wieder dieselben Nachrichten angezeigt, obwohl diese schon längst irgendwohin verschwunden sind oder noch schlimmer, wenn ich diese bereits geteilt oder gelikt hatte. Schrecklich – Da hatte man es grad auf 0 geschafft und am nächsten Morgen steht da schon wieder 99+ (das gibt es in der Form auf Google+ nicht). Da gibt es noch einige andere Beispiele, das aber jetzt hier aufzuzählen, wäre „Erbsenzählerei“.
  • Ja, und dann das leidige Thema mit dem Hass, der Wut, der Hetze, des Mobbings, der Verunglimpfung usw. usw. … …

Facebook – Ein Schlachtfeld der Unzufriedenen!

Meine (politische) Meinung über bestimmte Vorkommnisse und Ereignisse der letzten zwei Jahre

konnte man auf meinen alten Blog („Herr R. schreibt über“) sehr gut und eindeutig nachlesen. Teilweise auch noch auf diesen Blog („Gegen Das Vergessen„) und daran hat sich auch nichts geändert.
Nur auf Facebook hatte sich einiges geändert. Mein Umfeld, meine „Freunde“ haben sich verändert. Der Ton hat sich verändert und dabei spielt es keine Rolle, aus welcher (politische) Ecke die Musik spielt.

Jeder bedient sich, den bereits weiter oben genannten Handlungsweisen, verurteilt es aber bei anderen.

Jeder betreibt mit den kleinen Bildchen (oder auch Artikeln) offen oder auch versteckte Hetze und Verunglimpfungen – aber niemand will es hören und wahrhaben, dass auch er/sie sich diesen Machenschaften bedient – weil es ja immer nur „die Anderen“ tuen.

Es ist einfach nur noch unerträglich!
und es ist ein Schlachtfeld eines digitalen Krieges, den Niemand gewinnen kann.
Ja, das muss ich ziemlich deutlich betonen – Facebook ist die Spielwiese der Unzufriedenen geworden.

Und dabei spielt es wirklich keine Rolle, ob es richtig oder falsch, wahr oder erfunden ist. Ich spiele dabei nicht auf eine bestimmte (politische) Haltung an, sondern meine hiermit, das allgemeine Verhalten von Jedermann auf Facebook, auch ich war da mittendrin und spielte mit im Sandkasten – und das wollte und will ich nicht mehr. Auch wenn ich zum Beispiel die Initiative Gegen Das Vergessen, sehr schätze und auch sehr wichtig finde, hat es sich in der dazugehörigen Facebook Gruppe sehr zu dem entwickelt, was ich einige Sätze vorher bereits erwähnt habe – und ich möchte betonen, dass dies nur ein Beispiel ist.

Einen neuen Account??

Ich muss tatsächlich zugeben, dass ich mit dem Gedanken gespielt habe, einen neuen Account zu erstellen.

Leider geht es nicht, eine Fanseite ohne persönlichen Acc. einzurichten. Denn ohne Frage ist es eigentlich für einen Blogger, Autor, Dichter und Schreiberling, immens wichtig, eigene Beiträge auf Facebook zu teilen und zu publizieren. Wenn es geschickt angestellt wird, erhöht Facebook ganz sicher die persönliche Reichweite.

Ja, was soll ich tun?

Einerseits könnte ich ganz gut mehr Reichweite „gebrauchen“, aber andererseits stört es mich maßlos, was ich weiter oben beschrieben habe.
Dieses *SchwangerGehen* ist schon beschwerlich *seufz*

Einen freundschaftlichen Gruß

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Tanjas Bunte Welt
Gast

Eine muss ich dir zu FB Recht geben. Der Umgangston dort ist wirklich zeitweise unmenschlich. Ich persönlich kann es nicht aufgeben und ich weiß auch, wenn man gerade bei Fanseite nicht ständig Content rausschmeißt, man schnell in der Masse untergeht.
Gut das ich den Newsletter schon abonniert habe GG
Und besser 4 treue Leser die wegen dir und deinen Texten kommen, als 100 die nichtssagend sind. Musste ich auch erst lernen
Liebe Grüße und schöne Feiertage

Anne-Marit
Gast
Anne-Marit
Moin, lieber Ede, wir haben uns ja schon öfter über dieses Thema ausgetauscht. Ich habe gerade wieder eine blöde Erfahrung gemacht, aber darüber erzähle ich lieber mal am Telefon. Ich habe mich jetzt entschlossen, mich auszuklinken aus dieser Teilerei usw. Ich werde auch meine eigenen Blogbeiträge nicht mehr auf die Social-Medien-Seiten teilen. Laut meiner Statistik habe ich die meisten Besucher von der Google-Suchmaschine, gleich danach aus dem WordPress-Universum, an dritter Stelle von Twitter (obwohl ich dort überhaupt nicht aktiv bin, außer den Beitrag dorthin zu teilen). Facebook, Google+ laufen unter ferner liefen. Außerdem habe ich festgestellt, dass ein Like bei… Read more »
Annie
Gast
Lieber Ede, ich kann da Tanja nur zustimmen und würde auch gerne aus dem FB Karussell aussteigen. Aber ich habe dort einige enge Kontakte, die mir durchaus wichtig sind. Daher bleibe ich einfach. Ich weiß nicht, wieso unsere Welt so drauf aus ist jeden Tag Content zu fordern. Wenn ich einige Zeit (maximal 1 Woche) nichts auf FB veröffentliche hab ich gleich mal einige Follower weniger. Mein Leben besteht aber aus mehr als nur FB. Ich gehe mittlerweile TZ arbeiten, treffe mich hin und wieder mit Freunden und habe meine Hobbys. Ich kann nicht 5mal am Tag etwas Neues posten,… Read more »
monerl
Gast
Hallo Ede, bin heute über Annes G+ – Account über dich gestolpert, stöbere gerade ein bisschen bei dir rum und stolpere über diesen Beitrag. Der ist ja noch ziemlich frisch! In vielem kann ich dir zustimmen! Das Teilen von Beiträgen in FB ist wirklich die absolute „Königs-Klasse“. Das schaffen nur wenige Blogs, wie ich das so sehe. Verstehen tu ich es tatsächlich nicht! Wenn mir was gefällt, das andere auch interessieren könnte, wieso nicht übers Teilen informieren? Aber das wird man wohl nie so richtig verstehen können. Woher die Missgunst und der Neid kommt, wüsste ich tatsächlich auch mal gerne.… Read more »