Alzheimer und Demenz – Teil 2 von 2


Vitamin D³ Mangel

Ein verstecktes Volksleiden?

Um es gleich vorweg zu nehmen:
Es haben sich auf Grund der ersten Test (hier hatte ich berichtet), keine hinreichenden Verdachtsmomente für eine Alzheimer Erkrankung ergeben!
… und von weiteren Test und Untersuchungen, können wir erst einmal absehen – meinte dann meine Hausärztin.

Nun sollte der geneigte Leser meinen oder vermuten, dass mir ein wahrer Felsbrocken vom Herzen auf die Füße gefallen sein müsste – ist er aber nicht! Warum auch immer – eine Erleichterung war nicht zu spüren.
Was war denn mit meinen Aussetzern? Nach wie vor ungeklärt!

Nun aber eines nach dem anderem. Die Auswertung hatte noch etwas anderes ergeben.
Bei der Blutuntersuchung wurden unter anderem die Schilddrüse untersucht und soweit war alles im grünen Bereich –
fast alles.
Es wurde festgestellt, dass ich eine dramatische (so die Ärztin) Unterversorgung mit Vitamin D³ hätte. Was sollte das denn jetzt wieder bedeuten? Das war doch dieses mit der Sonne und der Ernährung?! – Ja, da lag ich völlig richtig. Was können „wir“ dagegen oder dafür tun oder wie auch immer?
Erst einmal Tabletten und dann schauen wir weiter – nah toll …

Was sind denn nun die Folgen?
Erst einmal was die Ärztin gesagt hat und dann habe ich natürlich im Internet recherchiert und das hat mich dann doch fast aus den Socken gehauen, auch wenn ich nie welche anhabe.
Die häufigsten Merkmale sind Unkonzentriertheit, Müdigkeit, Schwindelgefühl, Stimmungsschwankungen und auch Kopfschmerzen. Das klang ja nach Aussage der Ärztin gar nicht sooo dramatisch, doch sie blieb bei dem Wort „dramatisch“ und ich gab mich damit erst einmal zufrieden.
Sie wollte mir dann auf einem sogenannten „Privat Rezept“ (wo man alles selbst zahlen muss), Tabletten aufschreiben. Das musste ich leider ablehnen – 50 Tabletten kosten (nach Auskunft Ärztin) 30,- €uronen und das war mir eindeutig zu viel Geld. Davon lebe ich fast eine Woche. Sie kramte dann welche aus ihrem Medizinschrank hervor und ich musste ihr versprechen, mir welche im Internet zu besorgen.

Und du kannst dir ja sicherlich vorstellen, dass ich mich noch nicht zufrieden geben konnte und fragte dann noch einmal nach – Das Problem der Aussetzer ist damit immer noch nicht geklärt!
Vielleicht ja – vielleicht nein. Es kann mit dem Vitaminmangel zusammenhängen, aber genauso gut kann es sein, dass wir die „ausgesetzten“ Untersuchungen, doch noch machen müssen. Abwarten und ausprobieren.
Beruhigend war es nicht, vor allem weil mich auch interessierte, warum sie meinte es wäre dramatisch und es könne ein Zusammenhang bestehen. Noch einen neuen Termin für nächste Woche und dann ab nach Hause … …Internet ich komme … …

Ob es nun wirklich so eine gute Idee war im Internet nachzuforschen, wage ich schon fast zu bezweifeln. Es hat meine Unruhe und diese bereits geschilderte Angst, nicht im geringsten verringert. Ganz im Gegenteil. Nun konnte ich auch verstehen, warum die Ärztin es so „dramatisch“ gemacht hat. Die Folgen und Krankheitsbilder die durch einen Vitamin D³ Mangel entstehen, sind wirklich nicht unerheblich und auch erschreckend. Da macht man sich ansonsten nie einen Kopf drüber, sollte man aber.
Studien belegen, das mindestens die Hälfte unserer Bevölkerung an einer Unterversorgung mit dem Vitamin D³, leiden. Tendenz steigend.

Oft ist es schwierig festzustellen, ob Vitamin D Mangel Symptome der Grund für das schlechte Wohlbefinden ist. […] Die ersten Anzeichen eines Mangels, sind oft Müdigkeit und Konzentrationsprobleme. Bei ihren Kindern können Sie dies sehr schnell an schlechter werdenden Schulnoten erkennen. Die Vitamin D Mangel Symptome können sich jedoch um vieles schlimmer in Form von einer Rachitis auswirken. […] Die ersten Anzeichen und Symptome sind meist schlechte Stimmung, Schlafstörungen, Nervosität, achten Sie deshalb besonders auf diese Zeichen […]Vitamin D Mangel

Weitere Hinweise eines D³ Mangels könnten sein:Allgemeine Leistungsminderung, schlapp fühlen
Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Traurig
Schlafstörungen
Verlangsamtes Denken
Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität
Depressive Verstimmungen, Depression, Schizophrenie
Schwaches Immunsystem, erhöhte Anfälligkeit für bakterielle Infektionen und Infekte
Muskelkrämpfe, auch nachts z.B. der Waden
Muskelverspannungen meist im Nacken und Rücken
Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen
Augenlidzucken, Muskelzittern, Muskelschwäche
Hautprobleme, zum Beispiel Schuppenflechte
Fingernägel brechen leicht oder haben weiße Flecken
Schwindel, besonders bei Anstrengungen (z.Bsp. auch bei einem Spaziergang)
Schwindelanfälle, Kreislaufprobleme
Herzprobleme, Herz-Rhythmusstörungen, erhöhtes Bluthochdruckrisiko

Nun kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen/schreiben, ob ich alles erfasst habe. Die einschlägige Literatur und Medizinischen Blogs/Webseiten, sind so zahlreich, dass ich nahe dran war den Überblick zu verlieren. Ich habe mir dann zu guter Letzt, die mir als leicht zu verstehenden Seiten/Informationen herausgepickt. Bin ja nun mal kein Mediziner und ich wollte ja nur auf Grund meiner eigenen „Angst“ Informationen liefern, die leicht verständlich sind.

Es ist schon erstaunlich, was dieses Vitamin alles bewirken und verursachen kann. Ich möchte kurz noch die Folgekrankheiten aufzählen (ohne Gewähr auf Vollständigkeit), weil ich meine, wenn schon denn schon, du sollst dann auch die volle Breitseite bekommen. Warum soll ich alleine so erschrocken dastehen?
Erschrocken auch deswegen, weil so viele Menschen mit Symptomen eines Vitamin D Mangels durch das tägliche Leben laufen. Ständig wird zum Arzt gerannt und irgendwelche Hammer Medikamente werden verschrieben – und dabei ist es dieser besagte Mangel.

Der große Irrtum, der jahrzehntelang vorherrschte war der, dass viele meinten (also auch wissenschaftliche Untersuchungen), Vitamin D wäre ausschließlich für den Knochenaufbau und -erhalt zuständig. Diese Auffassung hat sich in den letzten Jahren gewandelt und viele einschlägige Untersuchungen haben festgestellt, dass das Vitamin D für viele gesundheitliche Probleme ursächlich ist.

[…] ebenso wichtig sind die Spätfolgen eines Vitamin-D-Mangels, der heute mit vielen schweren Krankheiten in Verbindung gebracht wird. Da Vitamin D direkt auf DNA, Zellen und das Nervensystem wirkt, scheint ein Vitamin-D-Mangel ein zentraler Faktor beim Entstehen vieler Krankheiten zu sein. Insbesondere zeigt sich immer deutlicher eine Verbindung zur Entstehung einiger Krebserkrankungen. […]Dr. Schweikart - vitamind.net

Folgekrankheiten:Diabetes
Herz- und Kreislauferkrankungen, Herz-Rhythmusstörungen
Bluthochdruck (Hypertonie), Arteriosklerose
Chronische Nierenleiden
Schizophrenie und Depression
Asthma, andere Atemwegserkrankungen
Osteomalazie, andere Skelett Erkrankungen, Rheuma
Rachitis
Multiple Sklerose
Parodontose
Schuppenflechte, andere Hautprobleme/-erkrankungen
Adipositas
Verschiedene Krebserkrankungen (würde den Rahmen sprengen, darauf näher einzugehen, da es eh schon sehr umfangreich ist)
Demenz

Da hat meine Ärztin also nicht unrecht gehabt und es könnte tatsächlich, dramatische Folgen für mich haben, wenn eine ständige Unterversorgung mit D³ vorliegt. Und was ganz wichtig ist, es kann wirklich ein Zusammenhang bestehen – meine Aussetzer und der Vitaminmangel. Also abwarten und ausprobieren.
Was kann ich tun, also neben der Tabletten Einnahme?
Ernährung und Spaziergänge, sprich Sonne tanken. Was sich in den „Wintermonaten“ sehr schwer umsetzen lässt, weil die Sonne in den Monaten Mitte Oktober bis Mitte April zu wenig UVB abstrahlt (bedingt durch den tiefen Sonnenstand). Denn nur das UVB Licht kann auf der Haut oder durch die Haut, den Prozess in Gang setzen. Also eine Sonnenbank nutz nichts, weil diese meistens nur das UVA Licht abgeben (gibt aber auch Sonnenstudios, die haben diese unsäglichen Dinger mit UVB Licht).

Eine Vorstufe des Vitamin D kann der Körper selbst bilden, dieses wird durch das UV-Licht der Sonne in seine aktive Wirkform in der Haut umgewandelt. Bei jungen Menschen funktioniert dieser Vorgang gut, bei älteren Menschen meist nur noch sehr gering. […] Einige Mediziner meinen, es reiche aus zweimal täglich 15 Minuten Sonne auf Gesicht, Arme und Hände zu bekommen. [Anmerkung: bei Erwachsenen] […] In unseren Breiten gilt dies nur von Mitte April bis Mitte Oktober, in der übrigen Zeit reicht die UV-Wirkung nicht aus. […]Dr. Joachim Gärtner & Dr. Andrea Servatius - Gemeinschaftspraxis

Und die Ernährung? Liefert die ausreichend Vitamin D³?
In der Regel ja, wenn wir auf eine ausgewogene Ernährung achten (und ein regelmäßiges Sonnenbad ist dann aber Pflicht).
Bei Vegetariern könnten leichte Probleme (bis keine) auftreten, aber Veganer müssen auf Nahrungsergänzungsprodukte zurückgreifen. Da hat die Lebensmittelindustrie bereits vegane Mittelchen bereitgestellt, dürften also in Verbindung mit Vitamin D Präparaten, auch keine Probleme entstehen.

Einige Lebensmittel (jeweils 100 g) die  (IE = internationale Einheiten) Vitamin D³  zur Verfügung stellen:
Lebertran > 900 IE
Hering (Bückling, Matjes) > 1200 IE
Hering mariniert (Bismarckh.) > 520 IE
Aal > 920 IE
Forelle > 880 IE
Heilbutt > 200 IE
Miesmuschel > 320 IE
Thunfisch > 240 IE
Rotbarsch > 120 IE

Butter > 48 IE
Margarine > 100 IE
Steinpilze > 140 IE
Champignons > 80 IE
Shiitake getrocknet (Heilpilz) > 1600 IE
Avocado > 200 IE

Kalbsfleisch > 152 IE
Hühnerei > 140 IE
Leber (Rind) > 68 IE
Vollmilch > 200 IE
Joghurt 3,5% Fett > 2,4 IE
Camembert 45% > 11,2 IE
Schmelzkäse 45% > 124 IE
Fisch ist eindeutig der größte Lieferant von Vitamin D³.

Noch ein Zitat zum Lebertran:

Galt früher als zuverlässiger Vitamin D Lieferant und Schutz vor Rachitis bei Kindern. Heutiges Lebertran enthält nur noch wenig Vitamin D und sehr viel Vitamin A (durch Änderung der Nahrungskette?). Dies ist sehr ungünstig, da Vitamin A in hohen Dosen sehr giftig ist und auch die Wirkung des Vitamin D abschwächt. Vitamin A verdrängt Vitamin D am Rezeptor jeder Zelle. Wir raten deshalb von Lebertran ab.Dr. Joachim Gärtner & Dr. Andrea Servatius - Gemeinschaftspraxis

Als Fazit kann ich Zusammenfassend folgendes für mich (und auch für dich?) feststellen:
Mein Gespenst der Alzheimer Erkrankung ist erst einmal in den Hintergrund getreten, aber nicht verschwunden. Nach wie vor habe ich ein „Angst-Gefühl“, dass ich in eine andere „Welt“ schleichend abgleiten könnte, was mit Sicherheit nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Da die Untersuchung einen akuten Vitamin D³ Mangel als Befund hat und die Recherche ein erschütterndes Ergebnis erbracht hat, muss ich zwingend etwas tun, was ja nun geschieht.
Leider ist es so, dass ich nicht durch Sonnenspaziergänge und Ernährung alleine, die gewünschte „IE Aufnahme“ von 1000 bis 2000 täglich erreiche. Um so älter der Mensch wird, um so weniger ist die Haut imstande, eine vernünftige UVB Menge aufzunehmen. Ich kann ja nun nicht jeden Tag 100 g Matjes verspeisen, auch wenn ich ihn gerne esse (Fischkopp eben). Also noch eine Tablette, aber auf eine mehr oder weniger, kommt es ja nun auch nicht mehr an – Hauptsache es hilft.

Einige der oben genannten Symptome, wie z. Bsp. Allgemeine Leistungsminderung, schlapp fühlen | Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Traurig | Schlafstörungen | Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität | Depressive Verstimmungen, Depression | Muskelkrämpfe, Muskelverspannungen meist im Nacken und Rücken, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen | Atemwegserkrankungen | Herz Erkrankung | Adipositas (?) (schnelle Gewichtszunahme) und Demenz (?), treffen mehr oder auch weniger, auf mich zu. Eine lange Liste, aber nachdem ich mich wirklich umfangreich „belesen“ habe im Internet, ist es gut nachzuvollziehen für mich. Diese Mangelerscheinung ist schon nicht ohne und niemand sollte dies auf die leichte Schulter nehmen, weil die meisten *WehWechen* erst im Alter zum tragen kommen (alles rächt sich irgend wann einmal).

Ein letzter Hinweis sei mir noch gestattet, dann bist du erlöst (hast ja tapfer bis hierher gelesen):

Das aktuelle Verständnis um die Regulation und den Stoffwechsel von Vitamin D zeigen, dass Vitamin D zusammen mit einigen Kofaktoren betrachtet werden muss, ohne die das Vitamin wirkungslos bleibt.[…]Dr. Schweikart - vitamind.net

Diese sogenannten Kofaktoren sind vor allem das Vitamin K² und Magnesium. Ich möchte aber auf diese Beiden nicht näher eingehen. Nicht weil ich mich nicht darüber informiert habe, sondern es würde nun eindeutig zu weit führen und mein Blog ist ja schließlich kein Blog für angehende Selbstheiler. Etwas nähere Erklärungen findest du auf der Seite von Dr. Schweikart (das letzte von mir genannte Zitat).
Nachstehend finden sich die Quellen die ich genutzt habe und ein (kurzer) Artikel, der den Unterschied von Alzheimer und Demenz recht gut erklärt.

Einen freundschaftlichen Gruß

Quellen die ich genutzt habe:

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Tanja
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Puh, das klingt beägnstigend. Ich sollte mich auch mal testen lassen. Bin auch oft müde und schlapp. Wobei wir jetzt auch anfangen anders zu essen und mehr (Indoor)Sport zu machen. Geht es dir eigentlich mittlerweile besser mit den Tabletten?