Alzheimer und Demenz – Teil 1 von 2


Alzheimer schleicht sich an
Der Wirklichkeitsverlust

Was mir große Sorgen bereitet, ist ohne Frage die Angst vor dem schleichenden Abdriften in einer andere Welt, die die Wirklichkeit ausblendet. Wie ich ja bereits in verschiedenen Beiträgen angedeutet und geschrieben hatte, leide ich ab und an unter Gedächtnislücken und Aussetzern mitten am Tag. Der jüngste Beitrag, in dem ich es erstmals auch etwas näher beschreibe, findest du zum nachlesen hier.

Dieser besagte Arzttermin war sone Art Voruntersuchung, um herauszufinden … ja was eigentlich? Ich weiß es nicht so wirklich. Meine Ärztin meinte nur, wenn diese Untersuchung durch ist, soll ich noch in die Röhre und die Gehirnströme sollen auch noch gemessen werden. So hatte ich es jedenfalls verstanden.Erst einmal Blutentnahme und das hat mich schon gewundert. Was bitte schön, hat mein Blut damit zu tun? Das muss ich sie unbedingt beim nächsten Termin, in der nächsten Woche fragen.
Und dann der Hammer – da sagte doch die Sprechstundenhilfe zu mir, wir machen jetzt einen Test auf Verdachtsmomente für Alzheimer.
Da war ich natürlich platt – zum ersten mal das gefürchtete Wort – Alzheimer!
Eigentlich war es ja klar, wenn überhaupt eine Erklärung für meine Aussetzer, dann doch als erstes Alzheimer. Nun sitzt hier vorm Bildschirm ein nachdenklicher und geschockter Ede, auch wenn es klar war, habe ich DAS immer erfolgreich verdrängt. Nun versuche ich mich wieder zu beruhigen, es war ja nur ein Test – Auswertung nächste Woche und dann noch die anderen Untersuchungen.

Ach ja, der Test, bevor ich den vergesse vor lauter Alzheimer Aufregung.
Eigentlich ganz simpel (dachte ich am Anfang zumindest).
Schwester: „Ich nenne ihnen jetzt zehn Begriffe und sie wiederholen diese willkürlich“
Zum Beispiel: Teller, Baum, Hose usw. usw.
Ich hab es doch tatsächlich nicht geschafft, alle Worte zu wiederholen. Was mich das erstaunt und geärgert hat, kannste dir ja vorstellen.
Das nächste,
Schwester: „Ich nenne ihnen Zahlen und sie wiederholen diese Rückwärts!.
Zum Beispiel: 13 – Schwester, 31 – ich. Dann die Steigerung mit 3 Zahlen, 4 Zahlen und fünf Zahlen usw.
Auch hier habe ich kläglich versagt. bis 4stellig bin ich gekommen und dann war Schluss. Es ging einfach nicht weiter.
Dann sollte ich die Anfangsbegriffe nach Nennung noch einmal wiederholen, klappte wieder nicht mit den 10 Wörtern – erschreckend.
Einige andere Fragen und Aufgaben kamen dann noch und ganz zum Schluss, sollte ich (ohne nochmalige Nennung) nochmals so viele Begriffe als möglich, aus der Anfangsaufgabe nennen.
Was soll ich da noch groß drüber lamentieren – es war alles im allem ein Desaster.

Nun versuche ich ruhig zu bleiben und mich nicht selbst verrückt zu machen – gelingt mir aber nur mäßig bis gar nicht.
Auf jeden Fall ist und bleibt es jetzt spannend, was dabei rauskommt und was letztendlich mit mir in der Zukunft so passiert.
Ich mag es gar nicht zu Ende denken … …

Einen freundschaftlichen Gruß

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[…] es gleich vorweg zu nehmen: Es haben sich auf Grund der ersten Test (hier hatte ich berichtet), keine hinreichenden Verdachtsmomente für eine Alzheimer Erkrankung ergeben! […]